SLO & Vaskulitis bei Yamika


Allgemeine Infos zu SLO & Vaskulitis

 

Beides gehört zur Gruppe der Auto-Immun-Erkrankungen.

Die Ursachen für den "Amoklauf" des Immunsystems gegen den eigenen Körper, ist noch weitgehend ungeklärt.

Es wird vermutet das es durch einen Impfschaden zum Ausbruch kam.

 

Medizinische Info zum Krankheitsbild:

 

Vaskulitis ist eine eher seltene Gefäßerkrankung, die einerseits mit Ballengeschwüren aber auch mit Geschwüren und Hautrissen an den Ohrrändern, mit Gliedmaßenödemen (Schwellungen an den Beinen), punktförmigen Hautblutungen und Fieber einhergehen kann. Es kommt zur Entzündung feinster Blutgefäße, welche vor allem im Bereich der Extremitäten wie Pfoten, Gesicht, Rute und Ohren stark ausgeprägt sind. Die Vaskulitis im Ballenbereich ist charakterisiert durch scharf abgegrenzte, punktförmige Geschwüre, die in der Mitte der Ballen auftreten.

 

SLO (Symmetrische lupoide Onychodystrophie) ist der „Vaskulitis“ unterzuordnen und betrifft hauptsächlich die Haut an den Pfoten, insbesondere die Krallen. Hierbei kommt es zu massiven Krallenproblemen mit entzündetem Nagelbett, rissige und deformierte Krallen, bis hin zum Ausfallen der „Krallentüten“ bzw. des Horns bei mehr als einer Pfote, bei ansonsten scheinbar gesunden Hunde..


Yamikas Autoimmun-Erkrankung als chronologischer Bericht.

Neuigkeiten oben, zum Beginn der Krankengeschichte nach unten scrollen....


Oktober 2016

 

Yamika geht es weiterhin sehr gut !

Sie ist gut gelaunt und tobt auch noch wenn es die Kondition erlaubt. Die Kondition nimmt etwas ab, was sicher auch mit ihrem Alter zu tun hat und damit das sie eben nicht so lange laufen kann.

 

Sie kommt also bei längeren Strecken in ihren Ulfi (Bollerwagen) und auf Splitt und Asphalt trägt sie ihre Socken.

 

So kommen wir gut klar und sind glücklich wenn es so bleibt.

 

Ist Mika glücklich - sind wir es auch :-)


Januar 2015

 

immer wenn man lange nichts hört ist das ein gutes Zeichen :-))

 

....zumindest gilt das hier für Yamika.

 

Sie ist so ein glücklicher ausgelassener verspielter Hund geworden und ist ein allseits gut gelaunter Sonnenschein. Sie scheint das Leben mehr zu genießen denn je und holt vieles nach.

 

Sie und Juma spielen toll zusammen und es macht einfach nur Freude sie so zu sehen.

Wir hoffen das hält nun weiter so an und mit den kleinen Einschränkungen beim Laufen können wir ja längst leben .

 

Yamika, wie lieben Dich !!!!


März 2013

 

Yamika gehts wieder viel besser !

Es ist am Zahnfleisch seitlich noch etwas gerötet, daher bekommt sie auch noch ein Antibiotikum und die Impfung für den Urlaub mussten wir verschieben, aber alles heilt gut ab. Auch die Nase heilt langsam wieder ab.

 

Sie liebt es Dosenfutter zu bekommen und kann kleine Leckerchen auch nehmen und etwas kauen.

 

Sie speichelt manchmal etwas, da ja vorne alle Zähne fehlen, bis zu den Reißzähnen... aber das ist schon ok ...

 

Hier das süßeste "fast" zahnlose Lächeln der Welt.......


April 2013

 

...kaum ausgesprochen gab es einen herben Rückschlag.

 Nicht an den "normalen" Baustellen der SLO / Vaskulitis, dafür aber mit weitreichenden Folgen. Hier der kurze Bericht dazu:

Yamika ging es irgendwie nicht gut. Sie war träger und die Nase hatte eine Wunde.

 Wir dachten erst an einen Schub ihrer Autimmunerkrankung SLO, doch der TA Besuch hat uns echt geschockt.

 

Yamika hat Beläge, die eine heftige Zahnentzündung ausgelöst hatten. Der TA hat sofort gesagt er müsse eine Zahnsanierung durchführen.

 

....ich hatte das echt unterschätzt, dachte das ist etwas Belag.... hatte noch nie einen Hund mit schwereren Problemen damit.... Mika ist grade 6 Jahre alt, hätte nie gedacht das es schon so schlimm sein kann.... BÖSER FEHLER ! sie war so lange nicht mehr in Narkose weil die Füße nun lange gut sind.

 

Wir haben den Focus immer nur auf die Pfoten und bekannten Probleme gelegt....

 ich war so froh das es ihr schon so lange so gut geht...

 

Die TÄ sagt es kann auch mit ihrer Autoimmunerkrankung zusammenhängen das es jetzt so schnell so schlimm geworden ist.

 

Also haben wir für den nächsten Tag sofort einen Termin gemacht.

Es war noch schlimmer als gedacht.

 

Es scheint als habe sich die Entzündung aufgrund der Autoimmunerkrankung rasend schnell ausgebreitet. Unter den Zähnen war Eiter und viele Zähne waren dadurch schon locker.

 

17 !!!! Zähne wurden gezogen..........

 wenigstens sind die Reißzähne noch alle da.....

 

Das ist so krass.... die ganzen kleinen Zähnchen vorne oben und unten sind weg. Außerdem ein paar Backenzähne. Sie haben eine Probe behalten um auf evtl. Bakterien zu untersuchen falls es am Montag noch nicht besser ist.

 

Sie schläft noch viel, läuft aber auch schon wieder rum und saß schon wieder am Esstisch und hat ne Scheibe Fleischwurst verdrückt.

 

Die TÄ sagte sie wird es besser verpacken als wir denken, man wird es ihr nicht anmerken und sie wird schnell lernen damit umzugehen.

sie wird auf Feuchtfutter umgestellt und die Zähne kommen mit in die Kontrolle, zu der wir ja eh alle 6 Wochen beim TA müssen

 

die arme Maus..... da erscheinen einem die knapp 400€ TA Kosten dafür doch einfach nur pillepalle

 ....nun hoffe ich das es ihr schnell besser geht !

 

Der Futter-Lieferant war schon da und hat die Aras Dosen gebracht, und ich weiss - dafür wird sie mich lieben... wenn man denn was Positives suchen möchte.

 

Wir halten Euch natürlich weiter auf dem Laufenden....


April 2013

 

Zeit für ein Update:

 

Leider vergisst man diese Updates zu oft wenn es gut läuft.... ABER : Yamika geht es sehr gut !!!

 

Seit sie das Medikament (Azatioprin) bekommt hat sie keinen Rückfall an den Pfotenballen bekommen !!!!

Sie läuft zwar etwas steif, und auf Schotter und Steinchen gar nicht gerne, aber darauf haben wir uns eingestellt. Wir gehen mit ihr auf Sand und Graswegen und alles ist dann gut  . Sie hat mal ne Kralle verloren, aber das war es auch schon.

 

Das Blutbild zeigte zwischendurch erhöhte Leber-Werte, doch das haben wir durch eine Entgiftung in den Griff bekommen und nun sind die Werte wieder normal. Unsere Tierheilpraktikerin Ute Deitert-Koors aus Rheine-Mesum hatte uns dazu eine auf Yamika abgestimmte Therapie ausgearbeitet. Dies hat richtig gut angeschlagen !

 

Wenn wir jetzt Yamika toben und flitzen sehen geht uns das Herz auf !

 Sie ist ein so fröhlicher und und scheint alles nachzuholen was ihr im Alter von 2-5 Jahren so verwehrt war. Sie ist gerade 6 Jahre alt geworden und wir hoffen das sie noch viele viele Jahre vor sich hat .....

 


Juni 2012

 

Wir kommen gerade aus dem Urlaub und mussten feststellen das die Ballen trotz Anschlagen der Medikamente , nicht richtig belastbar sind :-((

 

Am ersten Tag hatte sie nach einem Gang über die Strandpromenade schon wieder Wunden und brauchte ihre Socken und ihren Wagen, den Ulfi (www.ulfbo.de)

 

 

Was wären wir nur ohne diese Hilfsmittel ?

Auch die Gummisocken von Pawz sind gold wert !

 

 

Ich werde es jetzt trainieren das sie die öfter anbekommt, auch ohne Wunden, so kann ich ihr dann bei Spaziergängen auf Asphalt vorher die Gummidinger anziehen, und sie ist geschützt !

Hier ist ja gsd alles Sand und Waldgebiet mit weichen Wegen, gut das wir hierher umgezogen sind !!!

 

Wir müssen uns wohl damit abfinden das sie nie so richtig gesund wird und immer etwas gehandicapt ist und nicht wirklich stark belastbar.

Doch sie ist unser Sonnenschein, hat meistens gute Laune und steckt ihre Krankheit locker weg - wohl besser als wir *gr*

 

Wenigstens müssen wir momentan die Dosis des Medikamentes nicht erhöhen und die Blutwerte alle 6 Wochen sehen gut aus ! Das ist doch auch was Positives !

 

 

 

 

 

 

 

 

Grüße vom Montagshund

Yamika



November 2011

 

Nach gut 5 Monaten sehen die Pfoten noch richtig gut aus !

 

Yamika hatte lediglich eine Nagelbett-Entzündung und 2 Krallen sind ausgefallen, aber die Ballen sind in Ordnung

 

Dh die Vaskulitis ist derzeit im Griff und auch die monatlichen Blutuntersuchungen zeigen keine bedenklichen Werte !

 

 

Wir freuen und riesig und hoffen das es so bleibt und sie weiterhin so gut drauf ist .

 

Der Umzug zum Haddorfer See am 20.11.2011 hat ihr sichtlich gut getan: sie fühlt sich hier sauwohl, ist total entspannt und kann auf den tollen Wald- und Sandwegen richtig gut laufen.

 


August 2011

Zeit für ein Update:

 

wir sind ja mit der Euphorie sehr vorsichtig.....

aaaber: nach 6 Wochen Azathioprin eine vorsichtige Prognose:

 

Yamika gehts suuuper !!!

Keinerlei Nebenwirkungen, keine Übelkeit und das Beste:

beide grossen Blutuntersuchungen waren OHNE Befund !!!!

 

Sie scheint alles sehr gut zu vertragen und sie ist richtig gut drauf !

Sie spielt mit Juma, besonders aber mit mir, sie freut sich und ist mein kleiner Spaßvogel love

 

Keine Wunden an den Ballen, keine Wunde Nase und die Krallen wachsen etwas besser nach, da wo sie noch abgebrochen sind...

also "nur" ein Abebben des Schubs ist unwahrscheinlich, wir denken und hoffen das es die Wirkung des Medikamentes ist und alles besser wird und auch bleibt

 

Der TA meinte, wenn jetzt noch Haare an der Rute kommen, dann wäre das ein schönes Indiz dafür das das Medikament anschlägt.

 

In 3 Wochen ist Härtetest - dann gehts in den Urlaub, den wir die letzten Male immer abbrechen mussten weil es ihr jedes mal schlechter ging

 

nach dem Urlaub steht dann der nächste Bluttest an. Den machen wir im Moment alle 4 Wochen .....

 

Also bitte weiter Daumen drücken !!!!

 hier Beweisbilder der Flitzemaus:

 


Juni 2011

 

....leider keine guten Neuigkeiten.....

 

Yamika hatte im Urlaub einen Schub der SLO / Vaskulitis.

Die hinteren Ballen waren / sind komplett offen und sie konnte kaum laufen.

Wir haben einen kurzfristigen Termin bei Dr. Delius in Düsseldorf bekommen und haben unseren Urlaub daher eine Woche eher abgebrochen.

 

Die Pfoten-Ballen:


Der Schub zeigt das das "Dapson" nicht wirkt und wir die Medikament wieder umstellen müssen.

Als nächstes kommt aber wahrscheinlich das Mittel, welches wir bis zuletzt noch aufgeschoben hatten.... :-((

Eventuell können wir noch ein anderes Mittel geben, das klärt sich aber noch nach dem Ergebnis der aktuellen Blutuntersuchungen.

Das mit den Trübungen auf den Augen ist alles Wahrscheinlichkeit nach "nur" eine harmlose Fettablagerung.

Wir haben auch nochmal einen zusätzlichen grossen Auslands-Blut-check angefordert, um wirklich alles andere auszuschliessen.

 

Wenn das Ergebnis da ist entschieden wir was für eine Medikation als nächstes ansteht.

Bei dem Azathioprin, welches das letzte Mittel ist, müssen ganz enge Blutkontrollen gemacht werden, anfangs alle 14 tage, um zu sehen, wie die Dosierung sein muss. Wir müssen uns im Klaren sein, das das Mittel nicht mehr ohne Nebenwirkungen ist. Leberversagen kann eine davon sein....

Die Tierärztin hat noch keinen Fall gehabt, aber sie muss darauf hinweisen.

 

Es gibt eben auch die positiven Fälle, bei denen der Hund noch Jahre ein glückliches Leben führen kann!

 

Wir können sie niemals heilen - nur behandeln und auf ein beschwerdefreies Leben hoffen.

Ich bete das dieses Medikament endlich den erhofften Effekt auf das Immunsystem hat, auf den wir so lange warten.......

Ich möchte niemals eine Entscheidung treffen müssen, ab wann ein Hundeleben noch lebenswert ist..... und im Moment ist es das noch !!!!

Die TÄ meinte man müsse sich dessen trotzdem auch bewusst sein, das es so laufen kann, und ein qualvolles Leben hat keiner verdient und irgendwann gibt es Grenzen...

 

Doch so weit sind wir noch nicht und Mika ist immer noch ein überwiegend glücklicher Hund und so lange wir ihr das bieten können und wir immer noch etwas haben was wir tun können, geben wir nicht auf !!!!! auch wenn es nicht immer leicht ist und man oft an seine Grenzen stößt.....

Sie wird jetzt schon sehr verwöhnt und soll einfach eine schöne Zeit haben bei uns ...

 

unsere Zaubermaus....

Nachtrag:

 

16. Juni 2011

 

soo, kommen gerade von unserem Tierartz hier vor Ort.

Er arbeitet ja in diesem Fall eng mit der Düsseldorfer Spezialistin zusammen und ich bin sehr dankbar dafür, da unserer TA schon viele gute Impulse gegeben hat und beide auch ähnlich "ticken".

 

Das Ergebnis des Blutbildes ist da: Alles sieht sehr sehr gut aus ! Keinerlei Anzeichen von Schäden !

Sie scheint alles immer sehr gut zu vertragen.

Auch bei den Auslands-Krankheiten gibt es keine Anzeichen dafür !

 

Das heißt jetzt: wir werden mit Azathioprin behandeln. Ein Immunsuppressiva, welches das Immunsystem runterfahren und so ins Gleichgewicht bringen soll.

Mein TA vor Ort hat das übrigens schon vor Monaten vorgeschlagen, doch wegen der evtl. Nebenwirkungen haben wir erstmal alles andere versucht, womit man Erfolg haben könnte.

 

 

Wir sind jetzt an einem Punkt wo wir nicht mehr viele (oder auch keine?) Möglichkeiten haben.

Wir sollen keine Angst haben und uns nicht verrückt machen hat unser TA gesagt !!!

 

Die Hoffnung ist riesig das es anschlägt und sie es gut verträgt.

 

Wir fangen mit einer geringen Dosis an für eine Woche und gehen dann hoch auf Normaldosis.

Blutkontrolle dann in 2-3 Wochen.

 

Wir sind guter Hoffnung und voller Kraft und Zuversicht !!!

 

So schnell geben wir nicht auf ! Yamika ist eine kleine Kämpferin und wir kämpfen für sie !

Alles wird gut !!!! Das muss es einfach !!!!

Yamika sieht das genau so großes Grinsen


Mai 2011

 

so, aus aktuellem Anlass: Zeit für ein Update.

 ....das Cortison ist fast ausgeschlichen, sie bekommt noch alle 5 Tage , ich denke bald kann es ganz weg.

 

Derzeit bekommt sie "Dapson" und wir hoffen das es diesmal das Richtige Mittel ist um ihr zu helfen !

 Sie ist gut zufrieden, und gut drauf.

 Die Ballen sehen zwar nicht sehr gut aus, sie sind etwas spröde und sie läuft noch etwas verhalten und nicht weit, aber sind keine neuen blutigen Löcher da.


Insgesamt also immer noch eine positive Tendenz. Wenn es so bliebe wären wir ja schon glücklich und sie könnte damit leben.
Doch das bleibt ja noch abzuwarten und vielleicht wird es ja auch noch ein wenig besser.
Die Nase ist gerade wieder etwas offen , ich hoffe nicht dass das ein schlechtes Zeichen ist.

 

 

Sorgen hatten uns heute 2 Punkte auf beiden Augen gemacht. Es sind auf beiden Augen fast mittig 2 trübe Stellen aufgetaucht.

 

Wir waren heute direkt beim TA deswegen. Hier ein Foto, hoffe man kann etwas erkennen:

Links kann man, fast in der Mitte, links neben dem schwarzen Punkt, die trübe Stelle erkennen.

 

Eine ganz genaue Ursache konnte man nicht ausmachen, evtl. auch ein auto-immuner Zusammenhang ? Weinend Wir hoffen das es wieder verschwindet und Nichts ernsthafteres ist !

 

Ein Kontrastmittel hat zumindest gezeigt das es nicht tiefer liegt, also keine akute schimmere Diagnose - vorerst.

 

Sie bekommt jetzt Salbe und Tropfen für die Augen, da diese auch leicht gerötet sind und wir lassen Anfang nächste Woche noch mal nachsehen wie es aussieht.

 

Nach unserem Urlaub im Allgäu, der in ca. 1,5 Wochen ansteht werden wir wieder einen Termin bei Dr. Delius in Düsseldorf ausmachen und mal sehen, was sie zum derzeitigen Stand sagt...

 

das Wichtigste: Das Lachen hat sie nicht verlernt !!!

 


Januar 2011

 

leider ist der Zustand der Pfotenballen immer noch sehr schlecht.

 

Die Therapie mit Cortison war unumgänglich und so bekommt sie zu Beginn eine erhöhte Dosis, bei der wir im Verlauf sehen müssen, wie es sich damit entwickelt. Dann wird die Dosis je nach Krankheitsbild reduziert.

 

Hier das aktuelle Pfoten-Ballen-Bild:

 

es sind auch wieder Krallen abgebrochen und sie hat große Schmerzen an den Pfoten.

 

Nun hoffen wir dass das Cortison die gewünschte Wirkung erzielt und sie bald wieder besser laufen kann :-((

 

Derzeit bekommt sie: Cortison, Trental, Vitamin E, Super-marine Omega3 Fettsäuren und eine Salbe.

 

ich werde berichten, wie es sich weiter entwickelt...


wie alles begann......


August 2008

 

Alles begann bei Yamika im Alter von 1,5 Jahren. Da verlor sie die erste Kralle. Ich dachte sie hätte sich die Kralle beim Spielen ausgerissen, oder sei irgendwo hängen geblieben und habe mir nichts weiter dabei gedacht. Im Laufe der nächsten Monate wurde sie immer träger und Anfangs habe ich es noch auf die typische tibetische Gelassenheit geschoben, die unsere Tibeter ja nun mal an sich haben können.

 

Doch als wieder Krallen ausfallen und sie immer empfindlicher an den Pfoten wurde haben wir uns immer mehr Sorgen gemacht. Die Besuche beim Tierarzt brachten zuerst kaum etwas, da die Tierärztin auch als Diagnose nur „Spielunfälle“ und eine überaus große Gelassenheit unserer Yamika als Ursache gesehen hatte. Irgendwann hatte Yamika beim Krallenschneiden solch ein Theater veranstaltet, das die Tierärztin sich geweigert hatte ihr die Krallen zu schneiden, da sie ja anscheinend bissig sei. Ich war geschockt und wir haben dann den Tierarzt gewechselt. Heute weiß ich das Yamika große Schmerzen an den Krallen hatte und heute weiß ich auch ganz sicher dass es die beste Entscheidung war den Tierarzt zu wechseln ! Der neue Tierarzt hat erkannt dass sie kein Theater spielt und Schmerzen hat und es ganz natürlich ist, das sie knurrt und schnappen will. Seitdem wird nur noch mit Maulkorb geschnitten, denn das Kurz-Halten der Krallen ist unbedingt notwendig und muss alle paar Wochen sein.

 

Der neue Tierarzt war es auch, der als Überlegung erstmals auch in Richtung Auto-Immun-Erkrankung untersucht hat. Leider ist eine SLO nicht so einfach zu diagnostizieren. Man kann sich erstmal nur das klinische Bild ansehen. Eine definitive Diagnose kann man nur durch Biopsie eines Krallenknochens feststellen. Bevor wir diesen großen Schritt machten haben wir zuerst durch diverse Blut-Tests andere Krankheiten wie Laishmaniose, Schilddrüsenunterfunktion uvm ausgeschlossen.

 

Alle bisherigen Untersuchungen einschl. Blut und "ANA"-Tests haben kein Ergebnis gebracht.

Die Behandlung mit Biotin, Graphites, Terrakraft und Nachtkerzenöl (zur Unterstützung der Haut und des Immun-Systems) hat keinerlei Effekte erzielt.

Die Krallen wuchsen weiterhin deformiert und brüchig.

 

Hinzu gekommen ist ein Problem mit den Ballen. Hier zeigten sich immer häufiger kleine Löcher und Wunden. So blieb uns Nichts anderes übrig, als eine Biopsie vornehmen zu lassen. Hierfür wurde die Daumenkralle incl. Knochen amputiert, da man Knochen für die Untersuchung benötigt. Diese wird dann nach Bad Kissingen ins Labor geschickt, die mit dieser Problematik bestens vertraut sind. Die Daumenkralle wird ja nicht benötigt und Yamika hat heute keinerlei Einschränkungen durch die Amputation.

 

Nach einigen Tagen bekamen wir die endgültige und ernüchternde Diagnose: Yamika leidet an der Auto-Immun-Erkrankung SLO und an der Gefäßkrankheit Vaskulitis, eine sehr seltene Form der SLO. Dh sie wird ein Leben lang ein kranker Hund sein, denn man kann es nicht heilen, man kann nur durch Therapie versuchen die Symptome einzudämmen, so gut es eben geht. Die Diagnose bekamen wir vor 1,5 Jahren , fast 1 Jahr nachdem die erste Kralle ausgefallen war.

 

Auf der einen Seite eine traurige Nachricht, auf der anderen Seite aber endlich eine definitive Diagnose, auf die man aufbauen kann, und die man jetzt gezielt behandeln konnte.

 

Da die meisten Tierärzte keine Erfahrung auf dem Gebiet der SLO haben, habe ich mich im Internet bei Betroffenen informiert und bin so an eine Spezialistin in Düsseldorf gekommen. Mit ihr habe ich mich in Verbindung gesetzt und sie hat in Zusammenarbeit mit meinem Tierarzt die Therapie erstellt.

 

Yamika bekam zu Beginn eine 1/2-jährige Langzeit-Therapie mit einem Antibiotikum. Außerdem bekommt sie jetzt 2 x täglich ein Mittel für die Durchblutung (Trental9), welches sie auch voraussichtlich ein Leben lang nehmen muss. Vitamin E und Super Marine Fettsäuren stehen als Kapsel seitdem auch täglich auf ihrem Speiseplan.

 

Die Zusammenarbeit zwischen Spezialistin und meinem Tierarzt funktioniert perfekt und so hatten wir immer eine kompetente Ansprechpartnerin, zu der wir auch regelmäßig zur Untersuchung fahren. Dafür sollte einem kein Weg zu lang sein! Ich kann jedem nur raten sich in schwierigen Fällen zusätzlich an einen Spezialisten zu wenden, dann erspart man sich und seinem Hund viele unnötige Experimente und Untersuchungen.

 

Doch bis zu einem einigermaßen beschwerdefreien Leben unserer Yamika ist es noch ein langer Weg…..

 

Die Krallen von Yamika sind sehr deformiert, spröde und rissig. In der ersten Zeit sind auch im Abstand von ca. Wochen immer wieder Krallen ausgefallen oder abgebrochen. Sie hatte große Schmerzen und konnte oft kaum laufen.

 

Durch die Vaskulitis bekamen die Ballen immer häufiger blutige Löcher, die es ihr unmöglich machten auf Asphalt oder rauen Wegen zu laufen.

 

Pfotenballen:


Da bei der Vaskulitis die äußeren Gefäße absterben ist mittlerweile die halbe Rute unbehaart, das ist aber das kleinste Übel und fast nur eine optische Sache.

Auch die Nase zeigt immer wieder blutige Stellen und Wunden:

Oft waren wir beim Tierarzt, um halb ausgerissene Krallen ziehen zu lassen, teilweise sogar unter Narkose. Zum Schutz der Wunden und offenen Krallenknochen haben wir Socken an den Beinen befestigt.

 

Sie hat sich immer schnell arrangiert und kam mit den unterschiedlichen Situationen erstaunlich gut klar.

Wir haben viele Hunde-Schuhe getestet, wobei wir für Yamika nach langem Suchen -und auf Anraten der Spezialistin- eine Art Gummi-Socke (Pawz) gefunden haben, mit der sie jetzt laufen kann, auch wenn wunde Stellen an den Ballen auftreten, ohne das die Socken beim Laufen nach gewisser Zeit abrutschen. Die Ballen werden mit einem, vom Apotheker hergestellten, Ballen-Balsam gepflegt und geschmeidig gehalten, damit diese Ballen nicht zu empfindlich und rissig sind.

 

Außerdem haben wir einen faltbaren „Bollerwagen“ gekauft, den wir auch ins Auto packen, und auch mit in den Urlaub nehmen können. Sie liebt diesen High-Tech-Bollerwagen, der uns im letzten Urlaub so viel Mobilität geschenkt hat.

 

Sie steigt im akuten Zustand sogar freiwillig in den Wagen und lässt sich damit durch die Gegend ziehen. Hauptsache sie ist immer überall mit dabei, und das kann sie mit den kleinen und großen Hilfen ja sein.

Im Laufe der Therapie gibt es immer längere gute Phasen, in denen Yamika weder Gummi-Schuhe, noch Bollerwagen benötigt und wir sind froh über jeden Tag, den sie fast normal laufen kann und keine Schmerzen hat.

 

Alles in Allem war und ist es ein steiniger Weg bis hier her und es sind viele Tränen geflossen. Ich bin aber froh dass wir so „am Ball“ geblieben sind und nie aufgegeben haben. Es gab Phasen, in denen wir nicht weiter wussten, doch Yamika hat uns immer wieder gezeigt dass es lohnt nicht aufzugeben. Und das werden wir auch in Zukunft !

 Sie war und ist während der ganzen Zeit unser Sonnenschein und fröhliche Motivation, alles zu tun damit es ihr besser geht.

Trotz Ihrer lebenslangen Krankheit, trotz der ungewissen Zukunft mit ihr, trotz der Unsummen an Tierarztkosten und trotz der Ängste die wir ausgestanden haben: Yamika ist das Beste was uns passieren konnte und es war einfach Schicksal dass sie bei uns gelandet ist. Wir haben das Schicksal angenommen und genießen jeden Tag mit unserem „Montagshund“.

 

Sie ist eben, ganz typisch Tibet–Terrier: „ein Glücksbringer vom Dach der Welt“.

 

Yamika –wir lieben Dich !

 

(Stand: Dezember 2010)